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Vorbereitung und Reflexion des Praxissemesters GymGe (28-VRPS_GymGe)

 

Leistungspunkte:     10 LP

Modulbeauftragte:    Prof. Dr. Bärbel Fromme

Turnus (Beginn):        jedes Semester

Dauer:                          2 Semester

Kompetenzen: 

Forschend lernend haben die Studierenden grundlegende Kenntnisse physikalischen Experimentierens - sowohl schul- als auch wissenschaftlich orientiert - erworben. Sie können Experimente für die Gestaltung von Physikunterricht bzw. -unterrichtsvorhaben für unterschiedliche Lernvoraussetzungen (Inklusion) passend auswählen, durchführen, dokumentieren und verständlich präsentieren sowie unterschiedliche Medien sinnvoll einsetzen. Sie kennen grundlegende fachdidaktische Theorien und Methoden, haben begonnen, eine reflektierende Grundhaltung zu eigenen berufsbiographischen Entwicklungsprozessen einzunehmen und wurden angeleitet, diese Kompetenzen in den Unterrichtsvorhaben und Studienprojekten des Praxissemesters umzusetzen.

Lehrinhalte:

Die Lehrinhalte des Moduls bauen auf den fachlichen und insbesondere fachdidaktisch-methodischen Lehrveranstaltungen des Bachelorstudiums auf. Die Studierenden erweitern nun die dort bereits erworbenen wissenschaftlichen und methodischen Kompetenzen im Hinblick auf eine angeleitete, jedoch eigenständige Durchführung von Unterrichtsvorhaben und Studienprojekten im Praxissemester.

Schulorientiertes Experimentieren:
Zu schulrelevanten Themen der Sekundarstufe I und II oder unterrichtsnahen Studienprojekten werden geeignete Demonstrations- oder Schülerexperimente von den Studierenden ausgewählt oder neu konzipiert. Die Auswahl der Experimente erfolgt unter inklusiven Fragestellungen, wie Partizipation, Hilfestellungen oder Alternativen für Lernende mit Inklusionsbedarf. Dieses soll - angepasst an die spätere reale Schulsituation - möglichst selbständig, hier jedoch noch mit Anleitung durch die Betreuerin/den Betreuer, geschehen. Anschließend werden die Experimente aufgebaut, durchgeführt und im Rahmen von Seminarvorträgen, die Teile eines Unterrichtsvorhabens oder Planungen zu einem unterrichtsnahen Studienprojekt beinhalten können, im thematischen Kontext den anderen Seminarteilnehmern vorgestellt. Neben dem Umgang mit "klassischen Schulexperimenten" und dem Einsatz von Freihandexperimenten sollen moderne Experimentiertechniken, wie zum Beispiel die computerunterstützte Messwerterfassung oder die Videoanalyse von Bewegungsvorgängen erlernt und angewendet werden. Präsentationstechniken und Medieneinsatz werden erlernt und geübt. Die Präsentationen sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Experimente, Medien u. a. werden mit den Seminarteilnehmern reflektierend diskutiert.
Auch während des Praxissemesters nutzen die Studierenden die Möglichkeiten des Experimentierseminars: die für ihren Unterricht benötigten Experimente bereiten sie hier vor und vervollkommnen so ihre schulpraktischen experimentellen Fähigkeiten unter Anleitung weiter. Nach Abschluss des Praxissemesters berichten die Absolventen im Rahmen eines Seminarvortrags reflektierend über das Praxissemester, so dass die Studierenden, die sich noch in der Vorbereitungsphase befinden, von den Erfahrungen profitieren können.

Wissenschaftliches Experimentieren:
Dem schulorientierten Experimentieren ist in diesem Modul das wissenschaftliche Experimentieren im Fortgeschrittenenpraktikum gegenüber gestellt. Die Experimentauswahl ist bewusst an die Bedürfnisse künftiger Lehrerinnen und Lehrer angepasst: im wesentlichen werden Versuche durchgeführt, die einen Bezug zur Schulphysik aufweisen oder historisch grundlegend zur Entwicklung des modernen physikalischen Weltbildes beigetragen haben. Beispielsweise können dieses Experimente wie He-Ne-Laser, Zeeman-Effekt, Massenspektrometrie, Fouriertransformation und Ortsfrequenzfilterung, Mikrowellentechnologie, Rastertunnelmikroskopie, Elektrische Messgrößen, Glasfasern, Optisches Pumpen am Rubidium, Moseleysches Gesetz, Röntgenfluoreszenz, Stern-Gerlach-Versuch oder Kernspinresonanz sein. Im Fortgeschrittenenpraktikum erlernen bzw. erweitern die Studierenden ihre Kompetenzen im physikalisch-fachlich orientierten Experimentieren. Sie lernen so alle Facetten und die grundlegenden Techniken ihres Unterrichtsfachs sicher zu beherrschen und können die Kenntnisse später an Schülerinnen und Schüler weitergeben.

 

Fachdidaktisches Wahlpflichtfach:
Die Studierenden können entsprechend ihrer individuellen Neigungen und Wünschen und im Hinblick auf das Studienprojekt im Praxissemster eine Lehrveranstaltung aus dem Angebot der Fachdidaktik Physik auswählen und so ihre fachdidaktisch-methodischen Kenntnisse erweitern. Die fachdidaktischen Wahlpflichtfächer thematisieren Methoden und Konzepte zum inklusiven Lernen. Es kann auch eine Veranstaltung aus dem Bereich der Angewandten Physik, die einen Schulbezug aufweist, gewählt werden. Dieses können zum Beispiel Veranstaltungen aus Bereichen wie Astronomie, Alltagsphysik, Umweltphysik usw. sein.

 

Empfohlene Vorkenntnisse:           -

Notwendige Voraussetzungen:      Keine

Veranstaltungen:

Titel

Art

Turnus

Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)

LP

Fachdidaktisches Wahlpflichtfach

Seminar o. Vorlesung

WiSe & SoSe

30h + 60h

3
[SL]

Reflexion (RPS)

In Einzelfällen findet das Praxissemester u. U. nur einmal im Jahr statt. In diesem Fall wird auch die RPS Veranstaltung nur jährlich angeboten; dies wird rechtzeitig angekündigt.

Seminar

WiSe & SoSe

10h + 20h

1 [SL]

Schulorientiertes Experimentieren (VPS)

In Einzelfällen findet das Praxissemester u. U. nur einmal im Jahr statt. In diesem Fall wird auch die VPS Veranstaltung nur jährlich angeboten; dies wird rechtzeitig angekündigt.

Seminar

WiSe & SoSe

30h + 30h

2
[SL]

Wissenschaftliches Experimentieren

Fortgeschrittenen-Praktikum

Praktikum

WiSe & SoSe

30h + 30h

2

 

Studienleistungen:

Veranstaltung

Workload

LP

Fachdidaktisches Wahlpflichtfach (Seminar o. Vorlesung)

Die Studienleistung besteht aus der kritisch reflektierenden Teilnahme an der Veranstaltung und der Bearbeitung einer mit der Veranstalterin oder dem Veranstalter abgesprochenen Aufgabe. Die Formen der Erbringung können je nach dem Charakter der Veranstaltung und methodischer Schwerpunktsetzung variieren. Beispiele: Seminarvortrag oder Ausarbeitung (in der Regel 5-10 Seiten).

siehe oben

siehe oben

Reflexion (RPS) (Seminar)

Seminarvortrag (ca. 30 Minuten) mit anschließender Diskussion.

siehe oben

siehe oben

Schulorientiertes Experimentieren (VPS) (Seminar)

Erarbeitung, Durchführung und Präsentation einer für Praxissemester bzw. Unterricht relevanten Experimentiereinheit.
Die Studienleistung wird frühzeitig erbracht und bis zu einem Stichtag zwecks Vermittlung der Studierenden an die Schulen der BiSEd gemeldet.

siehe oben

siehe oben

 

Prüfungen:

Organisatorische Zuordnung

Art

Gewichtung

Workload 

LP

Veranstaltungsübergreifend

Portfolio

1

60h

2

Portfolio mit Ausarbeitungen zu den im Praktikum "Wissenschaftliches Experimentieren" durchgeführten Versuchen (jeweils ca. 6-8 Seiten) und zu den im Experimentierseminar "Schulorientiertes Experimentieren" durchgeführten und in Vorträgen präsentierten Experimentiereinheiten (in der Regel 2, insgesamt ca. 20 Seiten). Für die Benotung maßgeblich sind die erworbenen Kompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Ausarbeitungen zum Experimentierseminar "Schulorientiertes Experimentieren". Die im Experimentierseminar "Schulorientiertes Experimentieren" erbrachte Studienleistung ist Bestandteil dieser Prüfungsleistung.



  • @ 2008 Uni Bielefeld
  • | Letzte Änderung: 26.08.2016
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