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Lange Nacht der Wissenschaft - Programm der Physik

Fr. 10.10.08, 18:00-01:00 Uhr

Schauen, zuhören, anfassen, staunen – zur Langen Nacht der Wissenschaft öffnen sich die Türen der Universität Bielefeld und geben Blicke frei in die spannende Welt von Forschung und Lehre. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führen durch ihre Labore, erklären naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Phänomene und begeistern durch ungewöhnliche Methoden der Wissensvermittlung. Studierende präsentieren überraschende Ergebnisse ihres Studiums und auch an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Kultur gibt es einiges zu entdecken. Ein musikalisches Rahmenprogramm rundet das Angebot ab. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

CERN Ausstellung in der zentralen Halle:

11:00-01:00 CERN in Bielefeld - Die Suche nach dem Allerkleinsten CERN

Vorsicht!Experiment! - Eventphysik Vorlesung in Hörsaal 4:

19:00-20:00 VORSICHT!Experiment!-Eventphysikvorlesung Marc Sacher&Team
22:00-23:00 VORSICHT!Experiment!-Eventphysikvorlesung Marc Sacher&Team

Laborführungen

Zwischen Hörsaal 4 und 5 kann man sich für 20 minütige Führungen durch
interessante Labors einzelner Arbeitsgebiete der Physik anmelden. Es wird spezielle Führungen für Schüler sowie zu "Nanotechnologie im Alltag" geben. Die
Führungen finden mit maximal 10 Personen je nach Bedarf zwischen 19 und
1 Uhr statt.

Vorträge in Hörsaal 6:

18:00-18:45 Feuerräder, Zebrastreifen und Lawinen – Physik der granularen Materie Bärbel Fromme
19:00-19:45 Raum, Zeit und Relativität - Fundamentale Ideen ganz einfach veranschaulicht York Schröder
20:00-20:45 Messerstahl – Kein altes Eisen Markus Meinert
21:00-21:45 Dunkle Materie: Welche Überraschungen bietet das Universum? Dietrich Bödeker
22:00-22:45 Wieso brechen Spaghetti gewöhnlich in mehr als zwei Teile? Arif Shoshi
23:00-23:45 Vom Elementaren zum Komplexen - oder: Wie baut man eine Kuh? Friederike Schmid
00:00-00:45 Wieviele Dimensionen hat die Welt? Carlo Ewerz

Feuerräder, Zebrastreifen und Lawinen - Physik der granularen Materie

Wissen Sie, warum die Rosinen in der Müslischachtel immer oben liegen, warum Silos plötzlich auseinanderbrechen, sich Geröll-Lawinen über weite Strecken praktisch reibungsfrei ausbreiten können oder warum das Segelschulschiff Pamir unterging? Alle diese Effekte und Katastrophen sind auf die besonderen physikalischen Eigenschaften granularer Materie zurückzuführen. Im Vortrag über “Feuerräder, Zebrastreifen und Lawinen” wird die Physik der Granulate mit Hilfe verblüffender Experimente mit alltäglicher granularer Materie wie Sand, Zucker, Mohn, Erbsen und Glaskugeln vorgestellt.

Raum, Zeit und Relativität -- Fundamentale Ideen ganz einfach veranschaulich

Wie sieht unser modernes Konzept von einer ``Raumzeit'' eigentlich aus? Was würden wir sehen, wenn wir uns sehr schnell voranbewegen könnten? Warum kreist die Erde um die Sonne? Wer verbiegt den Raum? Wie hilft uns all das beim Navigieren per GPS? Anhand verschiedener kurzer Videosequenzen werden solche elementaren Fragestellungen auch ohne den komplizierten mathematischen Hintergrund der Einstein'schen Relativitätstheorie anschaulich begreifbar.

Messerstahl - Kein altes Eisen

Was ist der Unterschied zwischen einem japanischen Messer und dem Küchenmesser aus dem Supermarkt? Warum werden manche Messer schnell stumpf während andere rasiermesserscharf sind? Dieser Vortrag dreht sich um Themen wie Stahlgewinnung, Legierung und Stahlhärtung, und erklärt verständlich, warum man beim Schneiden von Zwiebeln weint - und dass das nicht so sein muss.

Dunkle Materie: Welche Überraschungen bietet das Universum?

Man sieht sie nicht und doch ist sie überall: Dunkle Materie! Zumindest sind wir uns sicher, dass es sie gibt, da wir die Wirkung ihrer Schwerkraft beobachten können. Ansonsten wissen wir bisher nur, dass es eine bisher völlig unbekannte Form der Materie sein muss.

Wieso brechen Spaghetti gewöhnlich in mehr als zwei Teile?

Biegt man einen Spaghetti-Stab gleichmässig, dann bricht dieser an mehreren Stellen sobald eine Grenzkrümmung erreicht wird. Selbst der bekannte Physiker Richard Feynman hat versucht zu verstehen warum der Spaghetti-Stab in mehr als zwei Teile bricht. Sein Resultat: Eine Küche voller Spaghetti-Fragmente, aber keine zufriedenstellende Antwort! In diesem Vortrag wird die Lösung des Spaghetti-Problems vorgestellt.

Vom Elementaren zum Komplexen -- oder: Wie baut man eine Kuh?

Kühe zu bauen ist nicht schwer. Man braucht nur eine große Menge Elementarzutaten - u und d Quarks und Elektronen. Beginnen Sie mit den Protonen und Neutronen. Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitsplatz sauber, trocken und frei von Neutrinos ist. Bereiten Sie eine Reihe sauberer Plastikeimer mit fest schließenden Deckeln vor, in denen Sie die Protonen und Neutronen sammeln. Für erstere brauchen Sie zwei u Quarks und ein d Quark, für letztere ein d Quark und zwei u Quarks. Nun konstruieren Sie die Atome. Für eine Kuh brauchen Sie hauptsächlich Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff. Das Rezept für Wasserstoff ist leicht: Ein Elektron umkreist ein Proton. Versuchen Sie, das Elektron nicht zu weit vom Proton zu befestigen, sonst wird die Kuh zu heiss . Kohlenstoff ist ein bißchen aufwendiger, aber das Prinzip ist dasselbe, und mit etwas Übung werden Sie den Dreh schnell heraus haben: Falten Sie 6 Protonen zusammen und fügen Sie jeweils eine Handvoll Elektronen hinzu. Als nächstes müssen Sie Moleküle aus den Atomen kleben. Wasser ist kein Problem: Mischen Sie ein Sauerstoff- mit zwei Wasserstoffatomen. Für andere Moleküle brauchen Sie Hunderte oder gar Tausende von Atomen. Vermutlich sollten Sie sich eine strapazierfähige Plastikschürze zulegen. Zuletzt basteln Sie aus den Molekülen ein paar Milliarden lebende Zellen, und setzen diese vorsichtig zu einer Kuh zusammen. Beginnen Sie mit dem Schwanzende, wenn Sie ihr Hörner und eine fragwürdige Veranlagung geben wollen, aber mit dem Kopfende, wenn Sie sie melken wollen.

Wieviele Dimensionen hat die Welt?

Eine Reise zu den Grenzen der modernen Physik in allgemeinverständlichen Worten. Die Alltagserfahrung legt nahe, dass unsere Welt drei Raumdimensionen hat. Im Rahmen der Stringtheorie hat man gefunden, dass es durchaus zusätzliche Raumdimensionen geben könnte, die wir im Gegensatz zu den uns vertrauten Dimensionen aber nicht sehen können. Es hat sich sogar gezeigt, dass diese Möglichkeit weniger esoterisch ist, als sie zunächst erscheinen mag. So könnte die Existenz zusätzlicher Dimensionen zum Beispiel erklären, warum die Schwerkraft die mit Abstand schwächste der Naturkräfte ist. Wir werden diskutieren, wie große Raumdimensionen unsichtbar bleiben können und wie man dennoch experimentell nach ihnen suchen kann.

 

 

 

Das vollständige Programm der Geniale finden Sie unter: www.geniale-bielefeld.de

 

 



  • @ 2008 Uni Bielefeld
  • | Letzte Änderung: 10.09.2009
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