1. Modultitel und Modulnummer:

Modul N4: Didaktik der Naturwissenschaften

2. Lehrveranstaltungen des Moduls:

Vorlesung (2 SWS), Praktikum an Schulen oder außerschulischen Lernorten (3 SWS), Seminar zum Praktikum (2 SWS)

3. Modulverantwortliche(r):

Verantwortlich sind die Lehrenden, Professor(inn)en und Dozent(inn)en der Didaktik der Chemie, Biologie, Physik

4. Lehrinhalte:

Die Vorlesung führt ein in die komplexen Bedingungs- und Entscheidungsfelder sowie didaktische Konzeptionen naturwissenschaftlichen Unterrichts in der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen Fragen zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte in den ersten Schuljahren bzw. zur Einführung der naturwissenschaftlichen Fächer. Die Fächer Biologie, Chemie und Physik stehen hier vor besonderen Problemfeldern: Einerseits wird ihnen - auch schon in den frühen Jahren - Ressentiments entgegengebracht, andererseits erfordert der Einsatz von Experimenten, Modellen und einer eigenen Terminologie besondere Anforderungen an den Lehrenden. Auch die seitens der Schüler als Vorwissen mitgebrachten Alltagsvorstellungen müssen bekannt sein, um auf ihnen aufzubauen bzw. diese zu erweitern. In diesem Modul werden im Rahmen der Vorlesung fächerübergreifend grundlegende Kenntnisse zur Theorie der Didaktik der Naturwissenschaften vermittelt, die im Rahmen eines Praktikums an Schulen oder aber an außerschulischen Lernorten (etwa Schülerlabors, Naturwissenschaftsmuseen, Redaktionen von Schulbuchverlagen etc.) vertieft werden. Ein begleitendes Seminar zum Praktikum gibt Hilfestellungen bei der Erprobung erster Lehr-Erfahrungen.

5. Kompetenzen:

Für den fächerverbindenden naturwissenschaftlichen Unterricht wird Grundlagenwissen über didaktische Theorien der Naturwissenschaften erworben, gleichzeitig werden entsprechende Unterrichtsmethoden in Schulen erprobt und der Einsatz von Experimenten, Medien und Modellen trainiert. Das Modul dient damit sowohl dem Erwerb erster, eigener Lehrerfahrung an Schulen als auch an den immer wichtiger werdenden außerschulischen Lernorten. In Praxisstudien werden Techniken zur Ermittlung der Alltags- und der vorunterrichtlichen Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern erworben und die Verwendbarkeit dieser Vorstellungen als Ausgangspunkt weiterführender Unterrichtselemente geprüft.

6. Anzahl Einzelleistungen:

Eine benotete und eine unbenotete Einzelleistung

7. Erbringungsformen:

Die benotete Einzelleistung wird in Form einer Klausur, die unbenotete in Form eines Praktikumsberichts erbracht.

8. Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten:

Die Leistungspunkte werden vergeben für die regelmäßige, aktive Teilnahme an den Lehrveranstaltungen, die Teilnahme am begleitenden Seminar und das Bestehen der Einzelleistungen.

9. Arbeitsaufwand und Leistungspunkte:

Struktur des Lehrangebots

Semester

Aufwand

(Stunden)

Aufwand Einzelleistungen

(LP)

LP

Kontakt-stunden

Selbst-studium

benotet

unbenotet

Vorlesung

6

30

30

3

5

Seminar

6

30

1

Praktikum

6

45

15

2

4

Gesamt

10

10. Teilnahmevoraussetzungen und Vorkenntnisse:

Zwei der Module N1 bis N3

11. Modultyp und Verwendbarkeit des Moduls:

Pflichtmodul für Bachelorstudiengang Physik, Profil GHR im Kern- oder Nebenfach (FsB 5.2.2 oder 6.2)

12. Dauer des Moduls/Angebotsturnus:

Einsemestrig, jährlich jeweils im Sommersemester